Reflecting Minds – mehr Feinfühligkeit und weniger Stress im frühpädagogischen Berufsalltag

Elementarpädagog*innen sind in ihrem Beruf zunehmend gefordert. Fehlende Ressourcen belasten die Arbeitsbedingungen in Kindergärten und Kinderkrippen. Täglich stehen die Erzieher*innen vor der Herausforderung unter erhöhter Belastung nicht nur die Feinfühligkeit im Umgang mit den Kindern aufrechtzuerhalten, sondern gleichzeitig auch mit sich selbst achtsam und selbstfürsorglich umzugehen, um dem Stress standzuhalten.

Gute Mentalisierungsfähigkeit schützt vor Stress

Aktuelle Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass eine gute Mentalisierungsfähigkeit eine schützende Ressource für die Erzieher*innen sein kann. Gute reflexive Fähigkeiten (Reflective Minds) verbessern die Interaktions- und Beziehungsqualität und stehen in Zusammenhang mit reduziertem Stresserleben im pädagogischen Berufsalltag. Diese Fähigkeiten bereits in der Ausbildung bestmöglich zu trainieren, ist der Fokus unserer Forschung im Rahmen dieses Sparkling Science Projekts.

Ziele von Reflecting Minds

  • Feinfühligkeit mit sich selbst & Kindern

    Schüler*innen lernen trotz Belastung feinfühlig bleiben zu können.

  • Bewältigung des Berufsalltags

    Sie lernen eine neue Möglichkeit, die Herausforderungen des Berufslebens gut zu bewältigen.

  • Perspektivenübernahme und Empathie

    Schüler*innen trainieren Empathie und Einfühlungsvermögen, Selbstmitgefühl und Selbstfürsorge sowie die Fähigkeit, sich selbst und andere zu verstehen.

  • Beteiligung am Forschungsprozess

    Sie erforschen, in welchen Situationen das Mentalisieren im Praxisalltag von Elementarpädagog*innen einsetzbar ist.

Ablauf der Studie Reflecting Minds

Laut unserer Hypothese kann ein Mentalisierungstraining auf Basis des B.A.S.E ® - Babywatchings die Feinfühligkeit von angehenden Elementarpädagog*innen fördern. Diese Hypothese wird an zwei Schulen mit je drei Klassen ein Jahr lang einem Praxistest ausgesetzt. Eine Klasse wird mit einer speziellen Interaktionsbeobachtung trainiert, die zweite Klasse bekommt theoretische Vorträge während die dritte Klasse am Regelunterricht ohne zusätzliche Ausbildung teilnimmt. Durch Testungen werden am Anfang und Ende des Schuljahres Mentalisierungsfähigkeit, Empathie, Selbstmitgefühl, Theory of Mind, Emotionsregulation und Stressbelastung der Schüler*innen gemessen und die Gruppen miteinander verglichen. Zusätzlich werden Videos beim Praktikum im Kindergarten aufgezeichnet und Forschungstagebücher geführt. Alle Daten werden anonym erhoben.

 

Einen guten Überblick über den Ablauf der Studie bietet unser Zeitplan.

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